Holzbau als CO₂-Speicher: Aus Ihren Baustoffen wird ein Zertifikat
Holz und andere bio-basierte Baustoffe binden Kohlenstoff über Jahrzehnte. Die neue EU-Methodik macht diese Speicherung erstmals zertifizierbar – die tgo AG bringt Sie von der Idee bis zur ausgestellten Einheit.
Die EU schafft einen neuen Markt für gespeicherten Kohlenstoff im Bau
Mit der Carbon Removal & Carbon Farming Verordnung (CRCF, EU 2024/3012) entsteht ein EU-weiter Qualitätsrahmen für Kohlenstoffentnahmen. Eine eigene Methodik für die langfristige biogene Kohlenstoffspeicherung in Gebäuden befindet sich gerade in Ausarbeitung – wer heute vorbereitet ist, sichert sich den First-Mover-Vorteil.
Speicher statt Emission
Bio-basierte Bauteile binden atmosphärischen Kohlenstoff über die gesamte Lebensdauer des Gebäudes. Genau diese Wirkung wird künftig anerkannt und ausgewiesen.
Neuer Erlösstrom
Aus geprüfter Speicherleistung werden zertifizierte Einheiten – ein zusätzlicher Wert für Hersteller, Bauträger und Investoren, der sich vermarkten lässt.
Rechtssicher dokumentiert
DoPC nach EU 2024/3110 und EPDs nach EN 15804 liefern die Datenbasis. Wir machen daraus eine prüffähige Mengen- und Kohlenstoffbilanz auf Gebäudeebene.
Ein Vorteil für die gesamte Bau-Wertschöpfungskette
Ob Sie produzieren, planen, bauen oder finanzieren – an einer CRCF-Zertifizierung verdient die ganze Kette mit. Wir holen jeden an seinem Punkt ab.
Baustoffproduzenten
Wir bringen Ihre Produkte mit belastbaren DoPC-/EPD-Daten in die CRCF-Fähigkeit und machen den gespeicherten Kohlenstoff zum Verkaufsargument.
Bauträger & Projektentwickler
Als Operator eines Bauprojekts erzeugen Sie die zertifizierten Einheiten. Wir begleiten Eligibility, Baseline, Monitoring und Audit.
Architekten & Fachplaner
Wir legen Projekte von Beginn an CRCF-konform aus – inklusive Mengennachweis je Bauteil und Bill of Quantities für das Audit.
Investoren & Finanzierer
Zertifizierte Speicherleistung stärkt ESG-Profile und Green-Bond-Stories. Wir liefern die Substanz hinter der grünen Finanzierung.
Was wird eigentlich zertifiziert?
Anerkannt wird der biogene Kohlenstoff, der in förderfähigen Baustoffen in langlebigen Bauteilen verbaut ist – abzüglich der damit verbundenen Treibhausgas-Emissionen und einer Referenz-Baseline.
Förderfähige Bauteile
- Fundamente & Bodenplatte (Unterbau)
- Kellerbauteile & Kellerdämmung
- Tragwerk: Rahmen, Decken, Wände, Dachstruktur
- Dach-, Boden-, Decken- & Wanddämmung
- Mindestens 35 Jahre erwartete Nutzungsdauer
Voraussetzungen am Projekt
- Neubau Bürogebäude / Gebäude ab 4 Geschossen (Standard-Baseline) – oder projektspezifische Baseline
- Nachhaltigkeitskriterien erfüllt (s. unten)
- Erwartete Gebäude-Lebensdauer ≥ 35 Jahre
- Lückenlose Mengendokumentation der Baustoffe
- Kein Doppelzählen mit dauerhaften Entnahme-Einheiten (z. B. Biochar)
Von Baustoff zu CO₂-Zertifikat
Unser bewährter Weg „Von Rohstoff zu CO₂-Zertifikat“ – übersetzt auf den Bau. Sie liefern Projekt und Daten, wir steuern Methodik, Nachweise und Zertifizierungsstelle.
Eligibility-Check
Projekt, Bauteile und Produkte auf CRCF-Fähigkeit prüfen.
Baseline
Standardisiert (=0) oder projektspezifisches Referenzgebäude festlegen.
Quantifizierung
DoPC/EPD-Daten zu Speicherung & Emissionen je Bauteil hochrechnen.
Monitoring-Plan
Bill of Quantities, Zeichnungen, Mengenabgleich & Risikoscreening.
Re-Zertifizierungs-Audit
Einmaliges Audit nach Fertigstellung – Einheiten werden ausgestellt.
Monitoring & Erlös
Alle 5 Jahre Bestätigung, Buffer-Pool, Handel der Einheiten.
Was die Methodik konkret verlangt
Damit Sie wissen, worauf es ankommt – die zentralen Kennzahlen des Entwurfs auf einen Blick.
35 / 50 / 100 Jahre
Wählbare Monitoring-Dauer – je länger, desto höher der Anrechnungswert.
3–15 %
Anteil der Einheiten als Sicherheitspuffer gegen Reversal-Risiken.
Nachhaltiges Holz
Aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und/oder recycelt, mit Chain-of-Custody.
Module A1–A5
Von Rohstoff bis Einbau – diese Emissionen werden gegengerechnet.
Nachhaltigkeit & Qualität
- Sorgfaltspflicht & Chain-of-Custody für Holzprodukte
- Recyclingfähigkeit erhalten – keine schädlichen Behandlungen
- Schadstoffgrenzen, z. B. < 0,06 mg Formaldehyd/m³ bei Dämmstoffen
- Datenqualität mind. „fair“ nach PEF-Kriterien
Sicherheit & Haftung
- Risikobewertung: Standort-, Gebäude- & Feuchterisiken
- Additionalität: Regulierungs- & Wirtschaftlichkeitstest (bei projektspez. Baseline)
- Haftungsmechanismus über Buffer-Pool oder Versicherung
- Monitoring-Bericht mind. alle 5 Jahre im Nutzungszeitraum
In drei Stufen zum Zertifikat
Starten Sie mit einem kompakten Check und bauen Sie Schritt für Schritt aus – ohne Risiko, mit klarem Fahrplan. So arbeiten wir bei tgo am liebsten.
Machbarkeits-Workshop
In wenigen Stunden Klarheit: Lohnt sich CRCF für Ihr Projekt oder Produkt?
- Eligibility-Schnellcheck Projekt & Bauteile
- Grobe Potenzialabschätzung der Einheiten
- Lücken bei DoPC/EPD-Daten identifizieren
- Konkreter Fahrplan als Ergebnis
Full-Service Zertifizierung
Wir führen Sie end-to-end bis zur ausgestellten, handelbaren Einheit.
- Baseline & Referenzgebäude festlegen
- Quantifizierung & prüffähige Bilanz
- Activity- & Monitoring-Plan erstellen
- Steuerung der Zertifizierungsstelle & Audit
- Vermarktung der Einheiten
Monitoring & Erlös
Werterhalt über die gesamte Speicherdauer – wir behalten Fristen im Blick.
- Monitoring-Berichte (alle 5 Jahre)
- Reversal- & Buffer-Management
- Reporting für ESG & Green Bonds
- Zugang zu Käufern & Märkten
Kohlenstoff zertifizieren ist unser Handwerk
„Von Rohstoff zu CO₂-Zertifikat“ begleiten wir seit Jahren in Landwirtschaft und Industrie. Dieselbe Methodenkompetenz bringen wir jetzt in den Bau.
Erfahrung & Expertise
Tiefes Wissen zu Kohlenstoffbilanzen, internationalen Standards und Zertifizierung (u. a. DEKRA).
Ehrlich & transparent
Klare Aussagen zu Aufwand, Chancen und Grenzen. Kein Greenwashing – prüffähige Substanz.
Maßgeschneidert
Individuelle Konzepte je nach Rolle in der Wertschöpfungskette – vom Hersteller bis zum Investor.
Aktueller Stand · Oktober 2026
Was sich gerade bewegt
Der CRCF hat drei Säulen: dauerhafte Entnahmen (DACCS, BioCCS, Pflanzenkohle – Delegierte Verordnung (EU) 2026/285, in Kraft seit 7. Mai 2026), Carbon Farming und die Kohlenstoffspeicherung in langlebigen Produkten. Für die dritte Säule, zu der Gebäude gehören, steht die Methodik noch aus. In Deutschland wird sie bereits an realen Objekten erprobt:
Praxisstudie DGNB & WoodenValley
Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und WoodenValley testen den CRCF seit Oktober 2026 an realen Gebäuden und Infrastruktur – zu Datenverfügbarkeit, Aufwand und Marktreife. Parallel hat die DGNB im September 2026 eine „Allianz für CO₂-Entnahmen im Bau“ gegründet.
Methodik CarbonLÄND v1.0
Entwickelt im Forschungsprojekt TÝR der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg. Kern: TNCRB = CRBaseline − CRProjekt − THGverbunden; 1 t CO₂e = 1 Einheit, 15 % Risikopuffer, Bezugszeitraum 50 Jahre mit Monitoring alle fünf Jahre.
- Anrechenbar sind nach heutigem Stand biobasierte Materialien in Tragwerk und Dämmung von Neubauten; Sanierungen werden in der Studie nur informativ bewertet.
- Bilanziert werden die Lebenszyklusmodule A1–A5 (Rohstoff bis Einbau). Holz muss aus zertifiziert nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.
- Eine Zertifizierung fertiggestellter Objekte wird nach Angaben der Projektbeteiligten ab Ende 2027 erwartet; ein EU-weites Register ist bis 2028 vorgesehen.
- Pflanzenkohle im Baustoff (z. B. in Beton oder Putz): Die Random-Reflectance-Mikroskopie ist die einzige Methode, die die Kohle im Verbund getrennt beurteilen kann. Doppelzählungen mit dauerhaften Entnahme-Einheiten sind ausgeschlossen.
Ausführlich: Gebäude als CO₂-Speicher – was der CRCF bedeutet. Unsere Rolle: Die tgo AG verfolgt diese Entwicklungen als Partner im Interreg-Projekt Smart Carbon Farming und übersetzt sie in konkrete Schritte für Hersteller, Planer und Bauherren.
Gut zu wissen
Kann ich mein Gebäude heute schon nach CRCF zertifizieren lassen?
Nein – die Methodik für die biogene Kohlenstoffspeicherung in Gebäuden befindet sich derzeit in Ausarbeitung bei der EU-Kommission (Stand Oktober 2026: Die EU-Kommission hat den delegierten Rechtsakt für die Kohlenstoffspeicherung in Produkten für das vierte Quartal 2026 angekündigt). Genau deshalb ist jetzt der beste Zeitpunkt, sich vorzubereiten: Wer Projekte und Produktdaten früh CRCF-konform aufstellt, ist startklar, sobald die Methodik final ist.
Welche Gebäude kommen infrage?
Im Kern Neubauten von Bürogebäuden oder Gebäuden ab vier Geschossen (mit standardisierter Baseline). Je nach finaler Option können auch weitere Gebäudetypen und Renovierungen über eine projektspezifische Baseline einbezogen werden. Bauteile müssen eine Nutzungsdauer von mindestens 35 Jahren haben.
Wie viel CO₂ speichert Holz?
Als Richtwert speichert ein Kubikmeter Bauholz rund 737 kg CO₂. Der genaue Wert ergibt sich aus Masse, Dichte, Feuchtegehalt und Kohlenstoffanteil und wird aus der DoPC bzw. EPD des Produkts abgeleitet. Wir rechnen das für Ihr Projekt sauber hoch.
Welche Daten brauche ich?
Vor allem belastbare Produktdaten (DoPC nach EU 2024/3110 oder EPD nach EN 15804) sowie eine Mengendokumentation der eingebauten Baustoffe (Bill of Quantities) und Baupläne. Fehlen Daten, zeigen wir im Workshop, wie die Lücken geschlossen werden.
Wie lange muss die Speicherung nachgewiesen werden?
Die Methodik sieht wählbare Zeiträume von 35, 50 oder 100 Jahren vor. Je länger die Zusage, desto höher der Wert – aber auch der Sicherheitspuffer (3 % bei 35 Jahren bis 15 % bei 100 Jahren).
Machen wir Ihren Bau zum Klimaschutz, der sich rechnet
Sichern Sie sich ein unverbindliches Erstgespräch. Wir prüfen gemeinsam, welches Potenzial in Ihren Projekten und Produkten steckt.
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