CO₂-Mineralisierung: Aus Abbruchbeton wird eine Klimasenke

Die tgo Lösung für CO₂-Mineralisierung speichert Kohlendioxid dauerhaft in recyceltem Beton. Was in der Natur Jahrzehnte braucht, gelingt in wenigen Stunden — wissenschaftlich verifiziert, zertifiziert, wirtschaftlich.

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Beton: Klimaproblem und Lösung zugleich

Zement verursacht 8% der globalen CO₂-Emissionen. Gleichzeitig entsteht beim Abbruch der grösste Materialabfallstrom der Welt. Die CO₂-Mineralisierung macht aus diesem Abfall eine wirtschaftliche Chance.

590 kg CO₂ pro Tonne Zement

Bei der Kalzinierung von Kalkstein wird CO₂ chemisch freigesetzt. Rund 60% der Emissionen stammen direkt aus der Reaktion, nicht aus dem Energieeinsatz. Das lässt sich nicht allein durch erneuerbare Energien lösen.

CaCO₃ → CaO + CO₂ — diese chemische Gleichung zeigt: selbst mit 100% Ökostrom bleiben die prozessbedingten Emissionen.

70 Mio. Tonnen Abbruchbeton

Jedes Jahr fallen in Deutschland 70 Mio. Tonnen Betonbruch an. Dieser wird recycelt — aber das Potenzial, dauerhaft CO₂ darin zu speichern, wird bisher verschenkt.

2.580 Aufbereitungsanlagen in Deutschland verarbeiten diese Mengen. Jede kann zur CO₂-Senke werden.

Markt wächst zweistellig

Der Carbon-to-Concrete-Markt erreichte 2024 bereits 1,45 Mrd. Dollar und wächst mit 12,8% pro Jahr. EU Green Deal, CBAM ab 2026 und steigende CDR-Nachfrage treiben das Wachstum.

Prognose 2033: 4,32 Mrd. Dollar. Frühe Adopter sichern sich die besten Positionen.

Warum Beton CO₂ aufnimmt

Beton ist chemisch „hungrig“ nach CO₂

Zement enthält Calciumhydroxid — Ca(OH)₂. Diese Verbindung reagiert spontan mit CO₂ und bildet Calciumcarbonat (CaCO₃) — Kalkstein. Eines der stabilsten Minerale der Erde. Das CO₂ wird buchstäblich zu Stein.

Dieselbe Reaktion bildet in der Natur seit 500 Mio. Jahren Kalksteingebirge.

Der tgo Prozess: Fünf Schritte zum permanenten CO₂-Speicher

Der Prozess integriert sich nahtlos in Ihre bestehende Aufbereitungskette. Wählen Sie einen Schritt oder lassen Sie die Animation laufen.

Abbruch

Gebäude wird abgerissen. 70 Mio. t Betonbruch pro Jahr in Deutschland. Jeder Kubikmeter enthält gebundenes Calcium — den Schlüssel zur CO₂-Speicherung.

Die ehrliche CO₂-Bilanz — von Abbruch bis Speicherung

Nicht nur die Technologie zählt — wir betrachten die gesamte Wertschöpfungskette inklusive Transport, Aufbereitung und Energiebedarf.

CO₂-Bilanz pro Tonne Abbruchbeton

Netto-Ergebnis: KLIMANEGATIV

Nach Abzug aller Aufwendungen (Transport, Strom, Anlagenbau) bleiben -3,9 kg CO₂ pro Tonne Beton. Das bedeutet: Jede Tonne, die den Prozess durchläuft, entzieht der Atmosphäre netto CO₂.

Rund 40 % Netto-Wirkungsgrad

Konservativ gerechnet: Von rund 10 kg CO₂, die eine Tonne Betonbruch industriell aufnimmt, bleiben nach Abzug von Transport, Strom und Anlagenbau rund 3,9 kg als echte Netto-Entnahme. Das entspricht etwa 40 %. Die genaue Bilanz ermitteln wir für jede Anlage individuell.

Skalierbar auf 70 Mio. t/Jahr

Bei vollständiger Nutzung des deutschen Abbruchbetonaufkommens: rund 700.000 Tonnen CO₂-Aufnahme pro Jahr – netto, nach Abzug aller Aufwendungen, rund 270.000 Tonnen permanente Entnahme.

Besseres Material, zusätzliche Erlöse

Die Mineralisierung verbessert die mechanischen Eigenschaften. Wählen Sie eine Kennzahl für Details.

Druckfestigkeit

Recycling-Beton mit karbonisiertem Zuschlag zeigt bis zu 21% höhere 28-Tage-Druckfestigkeit.

Die CaCO₃-Kristalle füllen Mikroporen und erhöhen die Kontaktfläche zwischen Zuschlag und Zementstein. Studien der ETH Zürich und TU München bestätigen diesen Effekt über mehrere Korngrößen.

Wasseraufnahme

CaCO₃ füllt Poren und heilt Mikrorisse. Bessere Frost-Tau-Beständigkeit.

Weniger offene Poren bedeuten weniger Wasser im Material. Im Winter gefriert weniger Wasser, das den Beton sprengen könnte. Lebensdauer des Endprodukts steigt messbar.

Normkonform

DIN 4226-101, DIN EN 12620, TL Gestein-StB — keine Sondergenehmigung nötig.

Karbonisiertes RC-Material erfüllt alle gängigen Normen für Gesteinskörnungen. Keine zusätzlichen Prüfungen, keine Sondergenehmigungen, keine Änderungen an bestehenden Lieferverträgen.

Änderung am Vertrieb

Gleiche Kunden, gleiche Absatzwege, gleiche Produkte. Nur zusätzliche Erlöse.

Das Material geht in dieselben Anwendungen: Strassenbau, Verfüllung, Recycling-Beton. Ihre Kunden merken den Unterschied nur an der höheren Qualität.

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Fünf Gründe, warum das eine echte CO₂-Senke ist

Gesunder Menschenverstand — kein Juristendeutsch. Wählen Sie ein Argument für Details.

1. Das CO₂ war in der Atmosphäre

Biogenes CO₂ aus Biogas stammt aus Pflanzen, die es zuvor der Atmosphäre entzogen haben.

Wenn es statt in die Luft in Beton mineralisiert wird, wird der natürliche Kreislauf unterbrochen — das CO₂ kehrt nicht zurück. Das ist die Definition einer Senke.

2. Thermodynamisch stabil

CaCO₃ ist das Endprodukt einer exothermen Reaktion — das energetische Minimum.

Man bräuchte über 700 °C, um das CO₂ wieder freizusetzen. Kein Bauprozess kommt in die Nähe. Natürlicher Kalkstein existiert seit 500 Millionen Jahren.

3. Unabhängig verifiziert

Die Tonnen werden nach anerkannten Standards zertifiziert und von unabhängigen Prüfern verifiziert.

Massenbilanzmethode, unabhängige Audits, transparente Registries — Doppelzählung ist ausgeschlossen. Das ist dieselbe Strenge wie bei CO₂-Speicherung in geologischen Formationen.

4. Ehrliche Netto-Bilanz

Die vollständige LCA berücksichtigt Transport, Strom, Anlagenherstellung.

Nach Abzug aller Aufwendungen bleibt netto rund 40 % der aufgenommenen Menge als echte, permanente Entfernung. Nur diese Netto-Menge wird als CO₂-Senke ausgewiesen.

5. Nicht reversibel

Anders als Wald (brennt), Boden (gibt CO₂ bei Erwärmung ab) oder Ozeane.

Kalkstein ist geologisch permanent. Selbst bei erneutem Gebäudeabbruch bleibt das CaCO₃ stabil. Die Speicherung ist nach allen wissenschaftlichen Standards irreversibel unter normalen Bedingungen.

Fazit

CO₂ wird der Atmosphäre entzogen, chemisch in Stein verwandelt, unabhängig verifiziert und für 1.000+ Jahre gespeichert. Das ist nach jedem wissenschaftlichen und regulatorischen Standard eine permanente CO₂-Senke.

Relevante Rahmenwerke: EU CRCF (Verordnung 2024/3012) · RED III · freiwillige Standards wie Puro.earth und Gold Standard

Ein Markt mit exponentieller Dynamik

Gold Standard

Weltweit erste Methodologie für technologiebasierte CO₂-Entfernung. Strenge Additionalitäts- und Permanenzkriterien.

Puro.earth

CORCs mit garantierter Permanenz. Transparentes Registry. Wachsende Nachfrage von Tech-Konzernen.

EU CRCF

Verordnung 2024/3012 — einheitlicher europäischer Zertifizierungsstandard für Carbon Removal. Seit 2025 Rechtsrahmen.

Alles, was Sie wissen müssen

Bei reinem Betonabbruch industriell ca. 10 kg/t, unter optimalen Laborbedingungen bis 25 kg/t. Bei gemischtem Material ca. 7 kg/t. Die exakte Menge hängt vom Calcium-Gehalt und der Korngrösse ab.

Pflanzen binden atmosphärisches CO₂ per Photosynthese. Wenn das bei der Biogaserzeugung freigesetzte CO₂ in Beton mineralisiert statt in die Luft freigelassen wird, kehrt es nicht in die Atmosphäre zurück — permanente Entnahme.

Reines CO₂ (~100%) statt Luft (0,04%) beschleunigt um Faktor 2.500. Dazu kommt die enorme Oberfläche des gebrochenen Betons und optimierte Temperatur- und Feuchtebedingungen. Was in der Natur Jahrzehnte braucht, dauert industriell wenige Stunden.

Ja — zum Positiven: bis zu 21% höhere Druckfestigkeit, 30% weniger Wasseraufnahme, bessere Frost-Tau-Beständigkeit. Die CaCO₃-Kristalle füllen Mikroporen und verbessern die mechanischen Eigenschaften.

CaCO₃ (Kalkstein) bleibt thermodynamisch stabil. Erst bei über 700 °C wird CO₂ freigesetzt — kein Abriss- oder Bauprozess erreicht diese Temperatur. Die Speicherung bleibt permanent.

Nein. Unter RED III (seit 2025 in Kraft) ist biogenes CO₂ ein Nebenprodukt der Biogasaufbereitung und beeinflusst die THG-Quote nicht. Der Biogasbetreiber kann es frei für Mineralisierung verkaufen.

Je nach Projekt nach freiwilligen Standards wie Puro.earth (CORCs) oder Gold Standard; der EU CRCF (Verordnung 2024/3012) bildet den künftigen europäischen Rahmen. Jede Tonne wird durch unabhängige Audits verifiziert. Transparente Registries verhindern Doppelzählung.

DAC kostet 600-1.300 €/t CO₂ und ist extrem energieintensiv. Mineralisierung in Abbruchbeton nutzt günstiges biogenes CO₂ als Nebenprodukt und ist heute schon wirtschaftlich rentabel. Beides sind permanente CDR-Methoden.

Nein. Die Mineralisierungsanlage wird zwischen Brecher und Halde integriert. Gleiche Kunden, gleiche Produkte, gleiche Logistik. Einziger Unterschied: zusätzliche Erlöse aus Carbon Credits.

Grosse Technologiekonzerne (Microsoft, Stripe, Shopify), Industrieunternehmen mit Netto-Null-Zielen, und zunehmend auch regulatorisch getrieben durch den EU CRCF und CBAM. Die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich.

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